The perfect instagram life

The perfect instagram life

By 19. März 2018 Über uns No Comments
Perfect Instagram Food

Vor 10 Jahren war es noch Facebook. Heute ist es Instagram. Ständig auf der Suche nach News, neuen Followern/Freunden und Likes. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wie es früher ohne Smartphone und soziale Netzwerke funktioniert hat. Aber ja – es hat tatsächlich funktioniert!

Perfektion vom Feinsten

Der perfekte Foodporn-Kuchen, das perfekteste Baby, der schönste Strand, das perfekteste Kleid, das coolste Lokal in Town, das süßeste Katzenvideo etc. – ich könnte die Liste endlos fortführen. Also eine heile Welt, in der (fast) immer alle glücklich sind und immer die tollsten, schönsten und einzigartigsten Sachen erleben. Seriously? Was ist das für eine Welt? Ich kenne niemanden, bei dem ständig die Welt voller duftender Rosen, immer lächelnder Babies in süßen Bodies und schöner Stände mit einem Cocktail in der Hand ist. Aber warum flüchten wir so oft in diese „künstliche“ Welt, wo uns Fremde ihr „perfect instagram life“ präsentieren? Eine Studie der britischen Royal Society for Public Health namens #StatusofMind geht sogar soweit, Instagram als die “für psychische Gesundheit schädlichste Social-Media-App” zu betiteln. Aber was steckt wirklich hinter der perfekten Welt auf Instagram?

Ich liste euch meine Vermutungen zu diesem Thema einmal auf – vielleicht findet sich der Eine oder Andere in meinen Theorien wieder 😉

  • Realitätsflucht

Wer möchte schon am Nachhauseweg nur über schlechte Nachrichten lesen und sich den Dramen unserer Welt widmen? Viel einfacher ist es doch, die heile Welt anderer zu bestaunen. Dazu habe ich zwei Vermutungen:

  1. Vielleicht kann man sich ja ein Scheibchen von den Influencern abschneiden und selbst dem Traum von einer perfekten Welt ein bisschen näher kommen?!
  2. Man ist sich durchaus der Realitätsferne bewusst, möchte sich bei der Heimfahrt aber einfach nur berieseln lassen.
  • Selbstinszenierung

Ganz gleich, ob man Leser oder Schreiber auf Social Media Plattformen ist – die Selbstinszenierung spielt dabei eine große Rolle. Dass Instagram in Wirklichkeit eher einem gut inszenierten Theaterstück gleicht, als der realen Welt, sei hier einmal frech in den Raum gestellt. Auch hierzu habe ich zwei Vermutungen:

  1. Man möchte sich von seiner besten Seite zeigen und kaum Schwächen nach außen sichtbar machen, um den wirklichen Dramen im Leben zu entfliehen.
  2. Man ist sich der Inszenierung durchaus bewusst und geht mit Bewertungen bzw. Empfehlungen auf Instagram vorsichtig um.
  • Trendsetting

Nie wieder den neuesten Trend verpassen und immer up-to-date sein. Instagram macht es möglich. Und auch hier habe ich zwei Vermutungen parat:

  1. Mit den Insta-Stories fühlt man sich den Influencern gleich noch viel näher bzw. noch mehr am Punkt der Zeit. Nach dem Motto: So viele Infos as possible in möglichst kurzer Zeit konsumieren.
  2. Man selektiert für sich bewusst nur all jene Informationen, die interessant erscheinen und entgeht somit einer Reizüberflutung.

Was heißt das also für uns Social Media-Nutzer?

Ganz gleich, welches Nutzerverhalten man auf Social Media anwendet und welchen von mir aufgestellten Vermutungen entsprechen, fest steht, dass wir  unser Verhalten auf Instagram mehr reflektieren und die Plattform bewusster konsumieren sollten. Das heißt, einerseits sich in Erinnerung rufen, dass Instagram heutzutage in erster Linie ein Business-Tool ist, mit dem viel Geld umgesetzt wird und jede noch so nett gemeinte „Empfehlung“ von Influencern meist schlicht und einfach Werbung ist und nur wenig mit deren realem Leben zu tun hat. Aber Werbung muss nicht unbedingt etwas Schlechtes sein. Solange es ersichtlich ist, dass es sich um Werbung und somit um keine subjektive Meinung/Empfehlung handelt, ist dagegen nichts einzuwenden. Ich selbst habe schon viele tolle Produkte und Neuheiten alleine durch Werbung gefunden, aber ich möchte selbst entscheiden, ob ich mich von Werbung oder Mundpropaganda beeinflussen lassen möchte. Andererseits sollte man Instagram nicht zu ernst nehmen. Sehen wir es eher als Spiel, in dessen Welt wir ab und zu flüchten können, um der „bösen“ Welt da draußen zu entfliehen 😉

Conny

Leave a Reply