Summertime & the Office is easy

Summertime & the Office is easy

Agenturleben

Auch wenn mein Gewissen mich ein bisserl drückt, weil es ja immer Kollegen gibt, denen gerade heute der A… nicht zusammengeht – letzte Woche Mittwoch war für mich so ein Tag, wo ich zwar im Office war – aber nicht wirklich viel zu tun hatte.

Die Burnout-Gefährdung liegt bei gefühlten minus 90 Prozent und ich habe Gelegenheit, durch den Creative Space in der Lehargasse 7 zu flanieren, den wir uns mit Diego5, ThxTim, Kthe, Kobza Media & Kobza Integra teilen. Es gibt immer etwas zu plaudern bzw. zu beantworten, denn merke: Wer älter wird, wird nicht gefragter, aber oft etwas gefragt. Ein Cateringtipp hier, ein Blick auf den Screen da – noch ein Kaffee mit Zirbs auf unserer Terrasse, die Klaudia Winkler im Caorle 1973er Style möbliert hat.

Plötzlich Jenny „Christooooph, weißt Du wie man eine Seite im Word im Querformat macht, wenn alle anderen hochgestellt sind?“ – Ich scheitere in Würde und hypnotisiere ein wenig das Stecktuch von Sven Pöllauer, das wie immer mit dem Hemd korrespondiert. Ich selbst habe mich an diesem Tag (36° C und 90% Luftfeuchtigkeit) als deutscher Tourist in Dubrovnik verkleidet: kurze Hose, ein Leiberl, das in der Früh an irgendeinem Haken hing und Sneakers samt weißer Socken. Nein, Sandalen hab ich natürlich keine an 😉

Der Höhepunkt in der Homo Sommerensis-Werdung: Ich diskutiere ernsthaft über die Kunst des Grillens, ohne mich vor mir selbst zu schämen. Ins neue Büro-Gym kann ich nicht mehr, denn dort war ich schon um 11 Uhr, Mittagessen habe ich um 12.30 Uhr erledigt. Eigentlich könnte ich jetzt New Business machen – das brauchen wir ja immer. Aber wer ist an diesem Tag

A: in der Arbeit
B: in freudiger Erwartung eines Anrufs von mir
C: nicht sowieso schon oder ganz sicher nicht Kunde

Also – kein New Business, ich schreibe den Blog, den sich Conny  gewünscht hat. Schon wieder eine Frage von rechts – es geht um Werbefranzösisch, die Accents fliegen durch die Power Points – ruck zuck und schon wieder fertig.

Ich könnte ja Networking betreiben, nicht wahr? Am besten, mit einem meiner Brüder – der eine Krone, der andere Politiker. Da muss ich nicht networken, denn die kennen mich schon – da brauche ich einfach nur anrufen und nett plaudern. Aber leider auch nichts – keiner der beiden hebt ab – die sind wahrscheinlich im Stress und müssen ihre wirklich guten Kontakte pflegen.

Schon wieder Jenny: Facebook Werbeabrechnungen will sie von mir. Das passt gar nicht zu „living is easy“, das ist eher eine Tortur, die ich ebenfalls hinter mich bringe Genauso wie die doppelt eingemahnte Bezahlung der GIS Rechnung.

Was lernt man aus einem faden und dahin plätschernden Blog-Artikel? Nix, das ist richtig, aber ich habe eine Conclusio gezogen: Ich genieße die Tage im Büro, wo ich mein Team, das schöne Büro und die netten Menschen genießen kann – ohne schlechtes Gewissen und hole mir satte Erholung für die Zeiten, wo gute Ideen schnell passieren müssen.

Hoffentlich hilft´s doch  😉

Christoph

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