Sommer, Sonne, Lesespaß

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Der Sommer hat nun offiziell am 21.Juni begonnen und daher sind immer mehr im Urlaub und somit auch im Garten, am Balkon oder am See/Strand/Meer vorzufinden. Damit euch das Lesematerial beim Entspannen nicht ausgeht, haben wir für euch drei „Best-of“- alphaaffairs-Blogbeiträge in diesem Beitrag zusammengefasst.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen und wir wünschen euch einen wunderschönen Sommer!

Die Alphatiere

P.S.: Keine Sorge, wir machen keine Sommerpause :) Daher wird es von uns weiterhin wöchentlich einen Blogbeitrag zu lesen geben.

1. Chatten mit Robotern

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Die Außenwirkung und Reputation eines Unternehmens zu steuern und zu pflegen, mit wichtigen Bezugsgruppen in Dialog treten und Anfragen beantworten – all das sind Aufgaben, die bisher klar in den Bereich von Public Relations Beratern, Social Media Managern, Kundenservice-Mitarbeitern oder anderen Experten gefallen sind. Seit der Entwicklung von Chatbots wird dieser wichtige Erstkontakt mit externen Interessensgruppen zunehmend von automatisierter Software übernommen.

Ähnlich wie die sprachgesteuerten Assistenten Siri, Alexa oder Cortana, über die wir bereits in einem früheren Blogbeitrag berichtet haben, handelt es sich bei Chatbots um eine Software, die einfache User-Anfragen möglichst rasch beantworten soll. Statt stundenlang in den Warteschleifen diverser Telefonhotlines warten zu müssen oder in übersichtlichen FAQs oder Datenbanken nach Antworten zu suchen, interagieren User über ein Chat-Programm mit dem Bot – etwa über den Facebook-Messenger, ein eingeblendetes Chat-Fenster auf der Website oder innerhalb von mobilen Apps auf dem Smartphone. Während Chatbots laut Befragungen in Österreich noch recht unbekannt sind, experimentieren einzelne Unternehmen und Institutionen bereits mit dieser Technologie – darunter etwa der PatentBot des österreichischen Patentamts, der Lotterien-Bot Lotti der österreichischen Lotterien oder der WienBot der Stadt Wien.

Seit Facebook 2016 Chatbots in seinem Messenger die technischen Voraussetzungen für die Programmierung von Chatbots geschaffen hat, präsentieren Developer laufend neue Bots. Die schnelle Beantwortung und die Verfügbarkeit rund um die Uhr sprechen zweifellos für den Einsatz von Bots – speziell, wenn es um einfache oder ständig wiederkehrende Fragen geht. Die Unternehmen versprechen sich neben der enormen Kosten- und Zeitersparnis auch neue Insights über Kunden und User, da sich die Daten, die durch die Interaktion zwischen Chatbot und User entstehen, hervorragend auswerten lassen.

Allerdings bringt der breite Einsatz der Technologie auch Risiken und Nachteile mit sich, etwa beim Datenschutz oder durch noch nicht ausgereifte Programmierung, die bei erfolglosen Anfragen ein wenig an den legendären wie nervigen Office-Assistenten Karl Klammer erinnert. Schlägt eine Anfrage an den Chatbot fehl, kann es aufgrund der Enttäuschung rasch zu einem Abbruch der Interaktion kommen, sodass der User schlussendlich vielleicht direkt zur Konkurrenz geht und dort versucht, eine Antwort zu bekommen oder einen Kauf zu tätigen – ein Worst-Case-Szenario, das es zu vermeiden gilt. Berichten zufolge sind aktuell noch bis zu 70% der Anfragen an Chatbots nicht erfolgreich, weshalb Unternehmen gründlich prüfen sollten, ob und wie ein Chatbot als Kommunikationstool in die eigene Strategie passt.

Richtig angewendet können Chatbots jedoch gerade im Kundenservice und in der Online-PR zu einem wichtigen Bindeglied werden und dazu beitragen, den Dialog mit Interessensgruppen persönlicher und effizienter zu machen – etwa bei Rechercheanfragen von Journalisten an den Chatbot, der für die Anfrage relevante Pressetexte, Bilder oder Videos anbietet und bei weiteren Fragen an den Pressesprecher verweist.

Johannes

 

2. Die Macht der Metapher

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Als AbsolventIn des sprachwissenschaftlichen Instituts Wien kommt man nicht umhin, sich auch nach dem Studium weiterhin mit Sprache auseinanderzusetzen. Die Denkweisen gehen einem ins Blut über und die Analysen steigen zu Kopf. Oft ertappe ich mich beim Aufstellen diverser Hypothesen. Das kann bei Gesprächen über die banalsten Dinge sein oder aber auch beim Beobachten von alltäglichen Situationen. Sich einmal den Theoriestoff reingezogen, hört – ja vielleicht sieht – man das gesprochene Wort mit anderen Ohren.

Da wären wir auch schon in medias res beim Thema: Die Metapher.

Vorweg noch eine Anmerkung: Nachfolgende Zeilen stellen keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit – es sind schlicht Gedanken, untermalt mit theoretischem Input.

Zurück zur Thematik: „Mit den Ohren sehen“ wäre bereits eine Metapher. Der Begriff Metapher deriviert aus dem Griechischen und bedeutet Übertragung. Das heißt, man überträgt zum Beispiel Eigenschaften, Charakteristika und Besonderheiten eines Wortes auf ein anderes. Da wir nur mit den Augen sehen können, übertragen wir die Fähigkeit des Sehens in diesem Fall auf die Ohren. Es ist somit ein bildhaftes sprachliches Mittel, welches gerne in Literatur und Rhetorik Verwendung findet. Als beliebtes Beispiel wird oft die „Baumkrone“ herangezogen. Niemand hat bei dem Ausdruck „Baumkrone“ eine reale Königskrone vor Augen, sondern versteht darunter die Verzweigungen der Äste samt Blätter und vielleicht denkt man sogar an die Früchte des Baumes. Was sagt das nun aus? Man könnte zum Beispiel folgende Bedeutung reinlegen. Eine Krone sitzt zumeist auf dem Kopf des/der Königs/Königin und weist ihn/sie als edlen und autoritären Menschen aus. Da das nicht jeder Kopfschmuck vermag, ist eine Krone etwas Kostbares. So kann man nun auch behaupten, dass sowohl die Blätter, für die Sauerstoffproduktion essenziell als auch die Früchte, im besten Fall ungiftig und genießbar, für uns Menschen kostbar sind. Die Attribute der Königskrone werden sprachlich auf die Baumkrone übertragen, ohne dabei an eine goldene Krone zu denken, aus dem Kontext heraus wissen wir jedoch, was gemeint ist. Metaphern kommen dann zum Einsatz, um Sachverhalte pointiert und zielgerichtet zu vermitteln. Mit diesen bildlichen Ausdrücken umgeht man umständliche Ausschweifungen und nimmt eine sprachliche Abkürzung.

Von Aristoteles bis Pilatus gibt es unzählige Abhandlungen zu diesem Gebiet, hier jetzt mal außen vorgelassen, dennoch sehr interessant. Springen wir direkt ins 20. Jahrhundert zu George Lakoff und Mark Johnson. Beide sind sie Linguisten, die 1980 das Buch „Metaphors we live by“ veröffentlichten und den Begriff der konzeptuellen Metapher prägten. Sie gehen davon aus, dass es sich bei der Metapher nicht nur um ein sprachliches, sondern auch um ein kognitives Phänomen handelt. Laut den Autoren beeinflussen Metaphern zum einen unser Denken und Handeln und zum anderen verfüge der Mensch über ein metaphorisch strukturiertes Konzeptsystem. Beide Wissenschaftler unterteilen die Metaphernkonzepte in drei Bereiche: Metapher der räumlichen Orientierung, ontologische sowie strukturelle Metapher.

Wie der Name schon sagt, geht es bei den räumlichen Übertragungen um Richtung und Perspektive, hier einige Beispiele: sich „obenauf“ fühlen, die Stimmung „sank“ und „niedergeschlagen“ sein.

Bei der ontologischen Metapher geht es darum, dass der Mensch elementare Erfahrungen mit konkreten Objekten und Substanzen in seiner Umgebung gesammelt hat, und stets auf diese zurückgreifen kann, während er sprachlich Eigenschaften hin und her überträgt. Diese Metaphern-Gruppe ist in der Alltagssprache sehr beliebt. Hierbei nennen Lakoff und Johnson, den menschlichen Geist mit einer Maschine vergleichend, folgende Beispiele: Jetzt kommen meine Gedanken „in Fahrt“. Ich bin etwas „eingerostet“. Wir haben schon den ganzen Tag an diesem Problem gearbeitet und sind nun „kaputt“.

Die letzte Gruppe der strukturellen Metapher hilft komplexe Sachverhalte vereinfacht darzustellen, indem man sie in vertraute Bereiche überträgt. Die beiden Linguisten erklären dies anhand der Metapher „Argumentieren ist Krieg“: Er „greift“ jeden einzelnen Schwachpunkt meiner Argumentation „an“, eine Kritik „traf ins Schwarze“ und wenn Du nach dieser „Strategie“ vorgehst, wird er dich „vernichten“. Hierbei wird verdeutlicht, dass das Konzept des Krieges auf das Konzept des Argumentierens übertragen wird. Besonders auffällig bei diesen Metaphern ist, dass in unserem Kulturkreis Argumentieren mit Kämpfen in Verbindung gebracht wird. Die strukturelle Metapher spiegelt sich nicht nur in unseren Worten wider, sondern sie ist als Konzept in unserem ganzen Denken und Handeln verankert. Lakoff und Johnson weisen darauf hin, dass andere Kulturen das Argumentieren als eine künstlerische Fähigkeit erachten und ihren Argumentationspartner nicht als Gegner, sondern als Partner betrachten. Dieses Konzept der ästhetisch-künstlerischen Argumentation schlägt sich auch in der Verbalisierung nieder.

Metaphern bringen also auf sprachlicher Ebene unter anderem Wertvorstellungen von Sprachgemeinschaften zum Vorschein und sind Zeuge von soziokulturellen Phänomenen und Strukturen. Metaphern beziehen sich auf bestimmte Weltansichten, mit welchen – beabsichtigt oder auch nicht – gewisse Aspekte betont beziehungsweise vernachlässigt dargestellt werden können. Als Beispiel hierzu dient die Gleichsetzung von Flüchtlingen mit Naturkatastrophen – die Flüchtlingswelle.

Mit sprachpolitischen Themen beschäftigt sich auch George Lakoff. Er lehrt als Professor der kognitiven Linguistik an der University of California, Berkeley. Seine kognitive Metapherntheorie wendet er unter anderem in der Analyse der amerikanischen Politik an. Aktuell äußert er sich zu Trumps medialen Manipulationen und macht auf die bewusste oder unbewusste Verwendung von Metaphern im öffentlichen Diskurs aufmerksam. Mark Johnson gilt als Sprachphilosoph und unterrichtet als Professor an der University of Oregon.

Aufmerksame Leser beziehungsweise Zuhörer können also durch die Analyse von Metaphern hinter Denkkonzepte blicken, sprachliche Übertragungen erkennen und deuten. Höret und staunet 😉

Silvia

 

3. Musik im Agenturalltag – das Glück kommt mit den Beats

pexels-photo-374703Vor einiger Zeit bin ich über das Thema „Musik am Arbeitsplatz“ gestolpert. Ich war überrascht, wie viele Themeneinträge dazu Google zu Tage befördert. Dabei wird das Thema meist recht polarisierend diskutiert. So heißt es etwa: „Musik im Büro – Fluch oder Segen?“ oder „Stoff für das Hirn oder einfach nur störend“. Auch der rechtliche Hintergrund führt vielfach zu Debatten und obliegt weitgehend  dem Willen des Arbeitgebers.

Wir Agenturleute vertrauen mal auf die Erkenntnisse der Wissenschaft und können aus eigener Kopfhörer-Erfahrung bestätigen: beim Hören des Lieblingssongs gelingt es, dass sich auch in der stressigsten Arbeitssituation Glücksgefühle breit machen; beim Lauschen der in diesem Moment richtigen Musik werden wir fokussierter und aufmerksamer oder auch kreativer. Oder es ist ein Moment, bei dem wir uns kurz zurückziehen wollen. Ein anderes Mal sind wir so glücklich, dass wir den Endorphinrausch mal lieber für uns behalten. Oder es ist Montag, oder eben Freitag, und Musik versüßt einem die jeweilige Stimmung. Musik passt einfach fast immer!

Ein Auszug der anonym erhobenen alphaaffairs Musik-Playlists, geeignet für die gängigsten Bürostimmungen – be activated!

Kategorie: Ich will meine Ruhe!

Titel/Interpret: These Streets/ Paulo Nutini
… Kann man gut laut hören und sich dabei trotzdem noch konzentrieren.

Apple Music Playlist: Entspannte Tage
… Locker leichte, manchmal auch etwas melancholische Klänge, welche die Realität ein bisschen vergessen lassen.

Titel/Interpret: Strong / London Grammar
… Einfach großartig

Titel/Interpret Kiwi – Harry Styles
… Bei dem Song muss man einfach mitrocken und vergisst alles um sich herum.

Kategorie: Ich bin so gut drauf!

Titel/Interpret: I got Sunshine/Avery
… Macht gute Laune und zaubert ein Lächeln ins Gesicht.

Titel/Interpret: Higher Love/Steve Winwood

Titel/Interpret: Carpool Karaoke (The Late Night Show with James Corden) mit Justin Bieber, Harry Styles, One Direction oder Sia.
… Die Idee, mit Stars im Auto durch die Gegend zu fahren und einfach lauthals Songs mitzusingen, ist einfach genial und zudem sind auch die Konversationen einfach zum Schießen komisch!

Kategorie: Volle Konzentration ist gefordert.

Titel/Interpret: November Rain/ Guns N’ Roses
… Hat alles, was man braucht, ist ruhig und dramatisch, dauert auch ziemlich lang, muss man nicht so oft auf Repeat klicken. Und schon so oft gehört, dass man abschalten kann

Titel/Interpret: Hailee Steinfeld – Let It Go (Acoustic Cover)
… Das sorgt für einen schönen Ruhepuls und lässt einen konzentriert arbeiten.

Titel/Interpret: Antonin Dvorak – „Aus der neuen Welt“

Kategorie: Ich bin grantig und benötige Aufmunterung. 

Titel/Interpret: So What / Pink
… Tolle Frau, die geht eigentlich fast immer

Titel/Interpret: Whiteroom / Cream

Apple Music Playlist: Relaxed – Remixed

Titel/Interpret: The Cinematic Orchestra – To Build a Home
… Eine akustische Umarmung!!!!!

Kategorie: Ich trage „meine Stunden“ ein!

Titel/Interpret: Whiter shade of pale / Procol Harum

Titel/Interpret: Jessie J – Masterpiece  Super coole Lyrics!

Titel/Interpret: Disney Klassiker wie Arielle, Dschungelbuch und König der Löwen
… Zum laut Mitsingen mit den lieben KollegInnen 😉

Ingrid

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