Must-Have der PR: Video?

Must-Have der PR: Video?

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Am Donnerstag, den 23. Juni 2016, wurde beim APA-OTSconnect Frühstück im ORF Funkhaus zum Thema „Videorismus und bewegte Kommunikation – Hype, hip oder hope?“ heiß diskutiert. Nicht nur, dass der aktuelle Social Media Trend immer mehr in Richtung Video und Bewegtbild geht, wie man anhand von Facebook Live und Snapchat sieht, sondern auch in der Medienarbeit wird die Integration von Videos eine immer größere Rolle spielen. Doch wie kann, soll und muss dieser Trend aufgegriffen und umgesetzt werden?

Das Um und Auf in der Kommunikation ist, sich über Inhalte und Zielgruppen im Klaren zu sein – so auch in der Kommunikation mit Bewegtbild. Was ist die Botschaft? Wer soll mit der Botschaft angesprochen werden? Und wie erreiche ich die Zielgruppe?

APA-OTSconnect Frühstück

News on Video-Geschäftsführer Martin Wolfram

„Video ist eine große Welt“, stellte News on Video-Geschäftsführer Martin Wolfram klar. „Verschiedene Kanäle sprechen verschiedene Sprachen. Ich muss heute wissen, wen ich über welchen Kanal erreiche und welche Geschichte ich damit erzähle.“ Die PR kann in ihrer Arbeit beispielweise von einem Live-Stream der Pressekonferenz bis hin zu YouTuber-Kooperationen auf verschiedenste Mittel zurückgreifen. Das Podium empfiehlt – vor allem wenn es um Bewegtbild geht – eine gut durchdachte Contentstrategie und auch mal ein paar Schritte zurückzutreten, um einen distanzierteren Blick auf den Inhalt werfen zu können.

„Und bitte!“ – nein danke!

Das Todesurteil eines jeden Videos sind künstliche Inszenierungen. Martin Wolfram hat das sehr passend mit der viel gesehenen Szene in TV-Nachrichten verglichen, wo eine wichtige Person die Säulenhalle im Parlament von links nach rechts durchquert und man meinen könnte, ein „Und bitte!“ (das wienerische Äquivalent zum amerikanischen „Action“) zu Beginn der Szene gehört zu haben.

Videos funktionieren nur, wenn sie authentisch sind. Gerade in der Online Kommunikation und in der Zusammenarbeit mit Influencern, wie zum Beispiel YouTube-Stars, muss Authentizität und Zielgruppenorientierung groß geschrieben werden. Die Userinnen und User durchschauen sehr schnell, wenn man ihnen versucht „Äpfel für Birnen“ zu verkaufen und wenden sich ab. 

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Schneller, besser, höher, weiter…

Wenn man in der PR und Medienarbeit verstärkt auf Videocontent setzt, bleibt die Schwierigkeit, wie man Medien dazu bekommt, diesen Content zu nutzen und ihn im Idealfall auch zu übernehmen. Denn „klassische Unternehmensvideos sind für Newssender nicht interessant“, betont Liza Ulitzka von PULS 4 News. Um übernommen zu werden muss es sich um gute Bilder oder gute Stories handeln. Als Beispiel hat sie den jährlichen „Kindersitztest“ vom ÖAMTC genannt. Martin Wolfram nannte hier als Beispiel die Red Bull Videos vom Klippenspringen, weil sie einfach gut gemacht und spektakulär sind. Doch was kann man machen, wenn man keine spektakulären Bilder liefern kann, weil es der Inhalt in dieser Form nicht hergibt?

Grundsätzlich konnte sich auch das Podium auf kein Erfolgsrezept in Sachen Videokommunikation einigen – wichtig ist die richtige Strategie und der passende Kanal. Der Erfolg eines Videos kann nicht auf bestimmte Faktoren reduziert werden. Ein Facebook Live Video muss nicht besonders hochwertig produziert sein, sollte aber für die Übertragung nur bei einer guten Internetverbindung erstellt werden. Bei anderen Produktionen ist eine besonders gute Qualität gefragt, was selbstverständlich auch seinen Preis hat. In der Medienarbeit wird es zukünftig wichtig sein, immer mehr mit Videos zu arbeiten, aber auch differenzieren zu können, wo es sich lohnt Geld in die Hand zu nehmen und wo es zum Fenster hinaus geworfen wäre. Und dann muss nur noch der Kunde überzeugt werden! 😉

Teresa

Hier geht es zum APA-Video der Veranstaltung.

Fotocredit: APA-Fotoservice / Daniel Hinterramskogler

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